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August 2005

Entscheidung aus Liebe

Meldung auf Parador.de

Der vierbeinige Herzensöffner tritt in unser Leben. Nicht wir haben ihn ausgesucht, sondern er uns gefunden. Über die Kinder, die längst heimlich mit Oma als Verbündete den kräftigsten Welpen aus Nachbars Wurf angezahlt hatten, über einen Spontanbesuch im Tierheim, über Bekannte und Freunde oder im Urlaub. Der pflegeleichte, staubfreie Kurzhaardackel Waldi bleibt ein unbeschriebenes Blatt, ein theoretisches Kapitel im Hundelexikon der städtischen Bücherei. Der neue Hausfreund heißt Beppo, Max, Benni, Lord, Tessi – Er tritt in unser Leben und sieht plötzlich ganz anders aus. Er ist langhaarig, haarend, von großer Chappie-Statur, ausgestattet mit vier Pfoten, die der Schuhgröße eines Kindergartenkindes nahe kommen und fängt an zu sabbern, sobald dem Kühlschrank Käse entnommen wird. Egal. Schließlich ist er fortan unser bester Freund, der Reißwolf gegen die Einsamkeit, Fußwärmer und parteiloser Zuhörer aller Familienmitglieder. Auf leisen Sohlen schleicht er sich in Frauchens und Herrchens private Welt. Treue Augen und erste Erfolge in Sachen Stubenreinheit genügen meist schon, um Herrchens und Frauchens Herz und damit sein neues Revier daheim weit zu machen. Alle Regeln für die einst sorgfältig in Hunde- und Herrchenzonen unterteilte Wohngemeinschaft werden mit wachsendem Liebesbande außer Kraft gesetzt. Er im Körbchen, Frauchen weit entfernt vorm Fernseher? Eine grausame Distanz, die beide nach kurzer Zeit kaum noch ertragen. Und so ist Beppo, Max, Benni, Lord, Tessi im Handumdrehen überall. Das Hundekörbchen erhält den Status eines unbequemen Gästebettes, ganz nach dem Motto, man weiß nie ob man es noch einmal braucht. Der Herr der besten feucht-kühlen Stubser im Kniehkehlenbereich erorbert sämtliche Wohnflächen und damit auch Bodenbeläge des Hauses.

Ein Fertig-Parkett mit Fußbodenheizung? Gerade im Winter ein gern genommes Kuschelplätzchen, im Sommer ein begehrter kühler Untergrund und jeder synthetischen Teppichfaser garantiert vorgezogen. Ein Laminat-Boden als Spielarena für‘s Apport-Spiel? Ideal, denn spätestens seit Walt Disney Pluto und dessen Tolpatschigkeit erfunden hat, weiß jeder wie wunderbar Hund und Hundehintern nach abrupten Haltemanövern auf langem Bremsweg durch den Raum schlittern. Hundekratzer auf der Oberfläche? Heute kein Problem. Kratzer lassen sich mit passender Reparatur-Paste egalisieren oder malen mit an einem neuen zeitgemäßen Bodenbild. Denn der Used-Look ist nach wie vor trendy, Natürlichkeit en vogue, der Boden je wertvoller, je authentischer er Spuren des wahren Lebens zeigt. Für die ruhigeren Minuten bevorzugt Hund gern die Raumbereiche, in denen sich der behagliche Echtholz- oder Laminatboden mit Möbelelementen wie Tischen zu geschützten Raumnischen verbindet und zu einem Nickerchen verleitet.
Blicken wir uns noch einmal rund 1 bis 1,50 m höher in die Herrchen- bzw. Frauchenperspektive: Sind die ersten romantischen Wochen verstrichen und das gesamte Haus erst einmal erobert, tritt vielleicht doch wieder die Frage nach der Feinstaubbelastung und stetigen Bodenkontaminierung auf die Agenda. Und hier kommt sie wieder ins Spiel: Die planende Ratio, die sich in Schritt eins für Wischen, Fegen oder Staubsaugen entscheidet. Besondere Saugkraft versprechen spezielle, für die Herrchen-Hunde-WG entwickelten Staubsauber. Die Fachlektüre ist gelesen, das Modell gewählt, doch dann kommt es wieder ganz anders am Tag X, aber das ist eine andere Geschichte ....
www.parador.de

Rubrik: Boden • Permalink


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