News Technik
Montag, 21. Mai 2007
Wer hat’s erfunden?
Schweizer Antikschreiner baut Holzmaschine

Erich und Mäggi Schatt mit der Holzmaschine
So was bringt wahrscheinlich nur ein Eidgenosse mit der ihm eigenen uhrwerksmäßigen Präzision und unendlicher Geduld fertig: Sieben Jahre lang hat Erich Schatt seine Freizeit in die Konstruktion und Fertigung einer Maschine aus Holz gesteckt. 30 Zahnräder gefertigt, jeden Zahn einzeln eingeleimt, jede Menge Kettenglieder gemacht und verbunden, Getriebe und Gelenke gebaut und alles zu einem Präzisionswerk vereint, in dem alles ineinandergreift, angetrieben von Pedalkraft.
Am Anfang stand die Faszination, die Fahrrad- und Schiffsketten auf den Schweizer Antikschreiner ausübten, und so fertigte er erst einmal eine einzige Kette. Dann wuchs die Maschine Kettenglied um Kettenglied, Zahn um Zahn und tourt jetzt samt ihrem Erbauer und dessen Ehefrau Mäggi durch die Lande, um Menschen neben der Faszination des Werkstoffs Holz auch die von Antrieb, Übersetzung & Co. nahezubringen.
Das kunstvolle Maschinchen war vergangene Woche auf der Kunsthandwerksausstellung „Wonders in Wood“ im Rahmen der Ligna der Publikumsmagnet. Und so durfte Schatt sich wiederholt auf den hölzernen Sattel schwingen und in die Pedale treten, um staunenden Messebesuchern sein Werk in ratternder und kreisender Bewegung vorzuführen. Gefühlte 50 Kilometer jeden Tag, verriet er woodworker.de mit einem verschmitzten Lächeln.
Im Gegensatz zu den metallenen Kollegen müssen die hölzernen Getriebeteile übrigens nicht geschmiert werden. Das übernehmen die im Holz enthaltenen Säfte, erklärt Schatt.
Um die Freizeitgestaltung ihres Mannes muss sich Mäggi Schatt auch in den kommenden Jahren wohl keine Gedanken machen, denn die zweite Maschine hat er schon in Arbeit: Ein Planetengetriebe mit 80 cm Durchmesser wird deren Herzstück bilden. Fertig sein soll sie in drei Jahren.
Mehr Fotos in der ww-Galerie:
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Dienstag, 20. März 2007
Terrassendeck und Kufenstuhl
Wood Plastic Composites (WPC) bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Bild: Ikea
Von Terrassenbohlen kennt man sie schon länger, im Innenausbau von Autos fassen sie Fuß, und inzwischen gibt es bei Ikea auch schon ein Stuhl aus diesem noch relativ neuen Werkstoff: WPC – Wood Plastic Composites.
WPC werden auch als „flüssiges Holz“ bezeichnet. Sie bestehen in Mitteleuropa gängigerweise zu 50 bis 90 Prozent aus Holzfasern oder –mehl, der Rest ist Kunststoff, meist Polypropylen (PP), manchmal auch Polyethylen (PE). Anders als Holz lassen sie sich frei dreidimensional formen und zum Beispiel per Spritzguss verarbeiten. Zudem ist ihre Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit größer. Gegenüber Vollkunststoffen haben WPC den Vorteil, dass sie steifer sind und bei Hitzeinwirkung weniger schnell schmelzen.
Freitag, 02. Juni 2006
So teuer wie Edelparfum muss es nicht sein
Stiftung Warentest prüft Alternativen zur Original-Druckertinte

Ergebnis: Die Originalpatronen drucken zwar am besten, aber mit der Fremdtinte lassen sich auch akzeptable Ergebnisse erzielen und bis zu 80 Prozent Kosten sparen. Ein Patronensatz von JetTec für den Canon Pixma iP2000 kostet beispielsweise 11 Euro, das Canon-Original mit weniger Tinte 35,50 Euro. Den Ausdruck mit JetTec-Tinte bewerteten die Tester mit der Note 2,3, der mit Originaltinte bekam eine 2,1.
Bei ganz neuen Tinterstrahldruckern wird das Sparen allerdings schwierig: Canon, Epson und HP kodieren die Tintenpatronen inzwischen mit einem Chip, ohne den der Drucker die Arbeit verweigert. Die anderen Anbieter müssen erst noch die Logik des Chips knacken.
Die genauen Testergebnisse und Spartipps sind bei der Stiftung Warentest online abrufbar:
Dienstag, 07. Februar 2006
3D-Daten einfach ausdrucken
Desktop-Gerät XD700 baut Modelle aus PVC
Sieht so die Zukunft des Modellbaus aus? So einfach, wie man eine Rechnung auf dem Tintenstrahler ausdruckt, gießt ein 3D-Desktop-Drucker die Daten aus dem CAD-Programm in eine dreidimensionale Form – fertig ist das Modell. Einfach und preiswert lassen sich so schon während des Design-Prozesses beliebig Modelle zum Anfassen erstellen, ohne dass man seine 3D-Geometrien extern verarbeiten lassen muss.
Ein solcher 3D-Drucker ist zum Beispiel der XD700 von Graphtec. Das Gerät erstellt die dreidimensionalen Formen, indem es Schichten eines Kunststoffs auf PVC-Basis zusammenlaminiert. Die Modelle seien genau, haltbar, ließen sich bearbeiten, bohren und lackieren, verspricht der Hersteller.
Die Wartung gestalte sich nicht schwieriger als bei einem Tintenstrahler: Die Verbrauchsmaterialien können so einfach aufgefüllt werden, wie man eine Tintenpatrone einsetzt. Der Drucker staubt nicht und verursacht keine Rückstände, so dass er nach der Anfertigung eines Modells nicht gereinigt werden muss.
Mehr Info:
www.graphtecgb.com
Montag, 06. Februar 2006
Screenshot für 3D-Anwendungen
3D-Daten aus OpenGL-basierten Programmen extrahieren und weiterverabeiten
Im Videospiel gibt es interessante Figuren, der 3D-Animationsfilm hat an seinen Schauplätzen originelles Inventar, doch wie kann man die 3D-Daten aus solchen Anwendungen extrahieren und in eigenen 3D-Programmen weiterverarbeiten? Einen Weg gefunden hat die Non-Profit-Technologieorganisation eyebeam in New York: Ihre Anwendung OGLE erlaubt es, aus 3D-Software, die mit der 3D-Grafik-Library openGL arbeiten, Screenshots zu erstellen und diese Geometrien in andere 3D-Anwendungen zu importieren.
Ein Anwendungsbeispiel: Aus einem Videospiel einen Drachen extrahieren und in eine City-Skyline von Google Earth einfügen. Oder den Lieblingshelden aus dem Videospiel auf dem 3D-Drucker als Modell zum Anfassen auswerfen.
Weitere Anwendungsmöglichkeiten frei nach dem Motto: „Spaß ist, was ihr draus macht!“
Mehr Info:
ogle.eyebeamresearch.org

