News holz & design
Donnerstag, 17. Juni 2010
Holz am Ohr
PDA aus massivem Ziricote und Ahorn

Foto: Thalbach
Mit einem iPhone rumzulaufen, ist ja inzwischen schon nix besonderes mehr. Größere Chancen, seinen exquisiten Geschmack zu beweisen, hat der moderne Telefonierer, Termine-Organisierer und Social-Web-Abhängige da vielleicht mit dem neoWood Cobra: Das von der Design-Manufaktur Thalbach geschaffene neoWood ist ein Touchscreen-Handy mit Gehäuse (nicht nur Cover) aus massivem Ziricote- und Ahorn-Holz.
Das neoWood Cobra ist kleiner als eine Scheckkarte und in seinem Streifen-Design inspiriert vom Ford Shelby Cobra.
Es wird in limitierter Stückzahl aufgelegt und hat schon dadurch Seltenheitswert, zumal es auf dem schwedischen PDA neonode N2 basiert, der inzwischen nur noch aus Insolvenzbeständen erhältlich ist - was allerdings zu seinem Kultcharakter beigetragen hat.
Mehr Infos:
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Sonntag, 28. Juni 2009
Hommage an Neunflieser und Co.
Deutsches Fliesentischmuseum

Wer kennt ihn nicht, den unverzichtbaren Bestandteil eines deutschen Wohnzimmers des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts - mal im Format drei zu acht mit umbra-beigen Motivfliesen (Motiv Ähre) und breitem Eichenrand, mal mit achteckigem Rand in Esche schwarz im Format drei zu vier und in vielen Varianten mehr - die Rede ist vom Fliesentisch.
Diesem wichtigen Kulturgut hat der Döark, nach eigenen Angaben Student der Medienproduktion und Geschmackspolizist, auf seiner Website Kompetenzcenter 2.0 ein virtuelles Museum gewidmet. Bislang gibt es an die 40 Exponate in ihrem natürlichen Lebensraum zu betrachten. Das Spektrum reicht vom rustikalen Standardmodell über den platzsparenden Neunflieser bis zur mobilen Variante.
Und der Kurator verspricht weitere Neuerwerbungen. Wir freuen uns schon auf neue Höhepunkte der Fliesentischkultur.
Absolut sehenswert.
Mittwoch, 01. April 2009
600 Pferdestärken in Holz
Splinter: Holzauto als US-amerikanisches Uni-Projekt
Ein Hochleistungsauto aus Holzwerkstoffen bauen Joseph Harmon und sein Team als Abschlussprojekt an der North Carolina State University.
Wo immer möglich kommt Holz zum Einsatz: für Fahrwerk, Karosserie und große Teile der Federung und der Räder. Der Holzflitzer wird von einem Mittelmotor mit 600 PS beschleunigt.
Hintergrund sei nicht irgendeine Vision, dass einmal alle Menschen Holzautos fahren sollten. Es ist lediglich ein wissenschaftliches Projekt, in dem Anwendung und Verhalten bestimmter Materialien erforscht und gelehrt und Ideen entwickelt und verwirklicht werden, erklärt das Team auf der Website.
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Dienstag, 10. Februar 2009
Patchwork und Baumstamm-Liegen
Mehr Impressionen von der imm cologne 2009
»Kayra«: um die Ecke designt von Adnan Serbest. Sitzdekor aus Walnussholz.
Liegen-Unikate aus je einem Stamm, meist Fundhölzern, die extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt waren. Die Form ist dem Körper angepasst, Bodenkontakt hat die Liege nur an einem Punkt, so dass sie angenehm in alle Richtungen schaukeln kann.
www.alexandercurtius.ch
»Two Vision«: Die Elemente sind um zwei Achsen drehbar, Geräte und Bildschirm unsichtbar verkabelt. Oberfläche in Lack matt oder Nussbaum, Regalkorpus mit Glasblende rückseitig farbig lackiert, Metallteile aus mattem Chrom.
»Torno«: in sich gedrehter Beistelltisch aus weißem Kunstquarz. Durch fugenlose Verarbeitung wirkt er wie aus einem Guss.
»Unique«: Küchensystem mit minimalistischem Design. Alle Flächen sind auf Gehrung gearbeitet, so dass die Materialquerschnitte praktisch unsichtbar werden. Auch die Arbeitsfläche hat eine 45-Grad-Fase, wodurch der zwischen Fronten und Arbeitsfläche liegende Kanal zum Öffnen der Schrankelemente sich harmonisch in das Gesamtmöbel integriert.
Materialien: Räuchereiche und Quarzit.
»Soma«: Der Korpus lässt sich ganz nach Belieben mit verschiedensten Fronten, Seiten und
Rückwänden ausstatten. Ein Magnetsystem macht den Austausch schnell und simpel. Verschiedene Materialien und Farben, auch Leder und Stoff.
Kommode im Patchwork-Look: Unterschiedliche Schubkästen aus unterschiedlichen Hölzern machen das Möbel zum Hingucker. Lliebevolles Detail: das Intarsien-Rautenmuster aus Eiche auf einer Schubkastenfront. Alternativ auch mit Schubkastenfronten in verschiedenen Lackfarben.
Freitragende Kommode kombiniert mit Sitzbank: Ein 4 Zentimeter starker Rahmen trägt das Ladenelement, und wird darüber hinaus zur Bank.
Dunkler Nussbaum, mit Kräuteröl behandelt, Seitenteil mit weißem Lederbezug
Fotos: Hersteller
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Design aus Garmisch
80 Möbelstücke aus den Schulen für Holz und Gestaltung

Wer auf der Suche nach neuen Inspirationen für den Möbelbau ist, dem wird das bei der DVA neu erschiene Buch »Möbel im Detail« von Eckhard Heyelmann, Johannes Niestrath und Alexander Wanisch viele Anregungen geben, die auf der Höhe der Zeit sind: Ein Regal, das sich wie ein skelettierter Flügel in den Raum reckt, ein zusammenfalt- und –steckbarer Steharbeitsplatz in Ahorn, eine Espressobar in Form eines mäanderförmigen Bandes aus Thermobuche und eingehängten Korpuselementen mit roten Glasfüllungen – die Autoren stellen 80 Möbelstücke vor, die als Meisterstücke, Gesellenstücke oder Projektarbeiten an den Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen entstanden sind.
Heyelmann leitete die Schulen von 1990 bis 2000, Wanisch ist seit 2001 der Schulleiter. Niestrath arbeitet als Redakteur beim Fachmagazin dds. Jedem einzelnen Möbelstück widmet das Autorenteam einen knappen Text, der sehr anschaulich die gestalterischen und konstruktiven Besonderheiten des jeweiligen Möbels hervorhebt. Fotos von Wolfgang Pulfer zeigen Gesamteindrücke und interessante Details der Möbelstücke. Einblicke in die Konstruktion verschaffen Ausschnitte aus den Fertigungszeichnungen.
Die 80 Möbel gliedern sich hilfreicherweise nach den Aufgaben, die die Möbel erfüllen: »Ablegen und Aufbewahren« etwa oder »Räume teilen«. Die auffälligsten Stücke finden sich naturgemäß in den Rubriken »Experimentieren« und »Farbakzente setzen«: Da gibt es einen wandhängenden Arbeitstisch, dessen L-Förmige Front von blau-grünem Linoleum bedeckt wird, das sich durch die Kombination von Rolladen und Kulissenauszügen zur Arbeitsfläche ausziehen lässt. Oder auch ein mit giftgrün lackierten Fronten bestücktes Nussbaumkorpus, das sich aus Quadern und Viertelkreisen zu einem Oval zusammensetzt. Doch auch in den anderen Kapiteln zeigen Entwürfe wie zum Beispiel der Wäscheschrank mit Leinenbespannung, dass man auch althergebrachte Möbelstücke immer wieder ein bisschen neu erfinden kann.
Mit ihren vielfältigen und überraschenden Lösungsansätzen bieten die Arbeiten der Garmisch-Partenkirchener Schüler jede Menge Ideenfutter für zeitgemäßes Design aus der Tischlerwerkstatt.
Möbel im Detail
aus den Schulen für Holz und Gestaltung
Garmisch-Partenkirchen
136 Seiten mit 180 Farbabbildungen und 80 Zeichnungen
Gebunden mit Schutzumschlag
DVA
€ 49,95


