News Ausbildung
Donnerstag, 07. April 2011
Konstruktive Wege finden statt abbrechen
Initiative VerA stellt kostenlos Ausbildungsbegleiter

In NRW wurde im Tischlerhandwerk im Jahr 2010 jedes neunte Ausbildungsver-hältnis vorzeitig gelöst. »Dieser Tendenz möchten wir entgegenwirken«, betonte Walter Bourichter, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Mün-ster, und stellte bei der Berufsbildungstagung des Fachverban-des Tischler NRW die Initiative VerA vor: VerA will Ausbildungsabbrüche verhindern, indem sie den Auszubildenden bei Problemen einen erfahrenen und ehrenamtlichen Ausbildungsbegleiter zur Seite stellt. Ob Unzufriedenheit, Prüfungsangst oder Streit mit dem Chef – bei Bedarf wird der Azubi bis zum Ende der Ausbildungszeit begleitet.
Wie man als Ausbilder oder Lehrer mit Konflikten am besten umgeht, führte der Coach Jürgen Lüke den Tagungsteilnehmern vor anhand zwei nachgespielter typischer Situationen: die Berufsschülerin, die regelmäßig zu spät zum Unterricht kommt und der Azubi, der sich vom Gesellen ungerecht behandelt fühlt. »Entscheidend ist, den Menschen und nicht das Problem in den Mittelpunkt zu stellen«, so Jürgen Lüke. Der Ausbilder oder Lehrer solle nicht als Ratgeber, sondern viel-mehr als Fragesteller auftreten – so werde der Auszubildende dabei unterstützt, selbst eine Lösung für die Konfliktsituation zu finden.
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Montag, 04. April 2011
Werben um den Nachwuchs
Film und Wettbewerb bei der Berufsbildungstagung vorgestellt
Eine neue, bundesweite Nachwuchskampagne für den Tischlerberuf startet im Mai: Dabei kämpfen Jugendlliche um den Tischler Schreiner Deutschland-Pokal (kurz: TSD-Pokal) - erst im Internet, dann auf Innungs-, Landes- und schließlich auf Bundesebene gilt es, kreative Aufgaben aus dem Bereich des Tischlerhandwerks zu lösen. Und natürlich Spaß dabei zu haben. Die Nachfolgeaktion des Battles »Tischler vs. Schreiner« war Thema bei der Berufsbildungstagung des Fachverbandes Tischler NRW, zu der sich mehr als 120 Ausbilder, Lehrlingswarte und Berufsschullehrer Ende März in Monschau trafen.
Begleitet wird die Nachwuchskampagne in NRW durch ein kurzes Video, das den Jugendlichen den Beruf schmackhaft macheen soll. Schnelle Schnitte, ungewöhnli-che Kameraeinstellungen und coole Musik gemischt mit Informationen zum Gewerk – die erste Rohfassung kam bei den Tagungsteilnehmern gut an. Tischlerbetriebe werden den fertigen Film später um einen individuellen Teil ergänzen und ihn so als Werbefilm für ihr Unternehmen beispielsweise auf der eigenen Webseite platzieren.
Dienstag, 07. September 2010
Grundschüler für Holz begeistern
Projekt Teachwood bildet Lehrer und stattet Schulen aus

Lehrer üben sich im Umgang mit Holz. Foto: ProWood
Kinder lieben es, mit Holz und Werkzeug zu arbeiten. Ihnen möglichst früh praktische Erfahrungen in der Verarbeitung von Holz ermöglichen und ihr Interesse an technisch-handwerklicher Arbeit fördern - das will ein Projekt der ProWood Stiftung, das unter dem Titel »teachwood - Lehren und Lernen mit Holz« firmiert.
Eingebunden in das Fach Sachunterricht sammeln die Grundschüler erste holzhandwerkliche Erfahrungen. Wie funktioniert eine Lenkung? Wie fährt ein solarbetriebenes Boot? Mit
dem einfachsten Werkzeug und dem preiswerten Werkstoff Holz können Kinder hier selbst zu Ingenieuren, Monteuren, zu Baumeistern und Erfindern werden.
Die Grundschullehrer werden an Fachschulen und Universitäten in mehrtätigen Weiterbildungen im Umgang mit den Werkzeugen und den Möglichkeiten der didaktischen Umsetzung geschult, damit sie die Kinder in ihrer Bastel- und Tüftlerfreude unterstützen und anregen können und das Projekt weitertragen können.
Aber auch Privatpersonen und Unternehmen können sich - nach Belieben finanziell oder ideell - für Teachwood engagieren, damit noch mehr Lehrer die Weiterbildungen wahrnehmen und noch mehr Kinder erfahren können, wie schön es ist, mit dem Naturmaterial Holz zu werken. Sie Können etwa eine heimische Grundschule fördern, indem sie für die Schulung der Lehrer aufkommen oder einer Schule eine Werkzeugausstattung (die so genannte Teachwood Toolbox) zukommen lassen oder das Gesamtprojekt mit einer Spende unterstützen. Auch andere Fördermöglichkeiten, die individuell mit der Stiftung erarbeitet werden, kann ProWood sich vorstellen.
Mehr Info:
www.teachwood.de
Dienstag, 11. Mai 2010
Drechseln lernen in Ebern
MSE hat noch Plätze frei
Die Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk hat in zweien Ihrer viertägigen Drechselkurse noch freie Plätze – und zwar auch für Nicht-Meisterschüler vom 25. bis 28. Mai 2010 sowie vom 31. Mai bis 3. Juni 2010. Geleitet werden die Kurse von dem erfahrenen Drechsler und Schreinermeister Tobias Schneider aus Kötz, der selbst an der MSE gelernt hat.
Zu den Kursinhalten gehören Werkzeugkunde, Schleifen, Spund- und Langholzdrehen, Querholzarbeiten und Drechseln von Kugeln. Gefertigt werden Dinge wie Nussknacker, Dosen, Schalen und Armreife.
Die Kursgebühr beträgt 300 Euro. Das Holz kann man selbst mitbringen oder beim Kurs-leiter für zirka 25 Euro kaufen.
Anmeldung unter Telefon 0 95 31/92 36-0 oder per E-Mail: .
Dienstag, 27. April 2010
Wettkampfspaß und Workshops
TischlerTag am Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid

Die »alten Hasen« hatten die Nase vorn: bei der nunmehr dritten »Tischlerolympiade«, die am Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid im Rahmen eines TischlerTags stattfand, landeten die Gesellen auf den ersten Plätzen. Sieben Auszubildende und vier Gesellen hatten in Anlehnung an die Werkprobe der Gesellenprüfung ein Werkstück innerhalb von vier Stunden angefertigt. Eine fachkundige Jury bewertete die Stücke. Zum Erstaunen der veranstaltenden Lehrer Axel Schiermeyer, Christian Krämer und Peter Malek zeigte sich, dass die Gesellen ihr Handwerk doch noch besser beherrschen, obwohl sie im Berufsalltag diese Fertigkeiten inzwischen eher selten benötigen, während die Auszubildenden gerade diese Dinge als Grundlage für ihr späteres Berufsleben lernen.

Fotos: BKT
Mit dem TischlerTag, dessen Höhepunkt die Olympiade war, versucht das Tischlerteam vom BKT Lüdenscheid die Zusammenarbeit mit den Holz verarbeitenden Betrieben in der Region in der dualen Ausbildung zu stärken und eine Plattform für Weiterbildung für Azubis, Gesellen und Meister anzubieten. Kostenlos wurden Workshops angeboten. Zum Bedauern der Veranstalter allerdings mit geringer Resonanz. Der Workshop der Firma Volvox, »Lehmbauplatten und -putz als Alternative zum konventionellen Trockenbau,« wurde daher ganz abgesagt. Die Firma Siga übte mit den Teilnehmern an Miniatur- Musterhäusern, wie hochwertige Dichtmaterialien verarbeitet werden, um im modernen Innenausbau die notwendige Winddichtigkeit zu erzielen und Pilzbefall zu vermeiden. Beim Simonswerk wurden moderne Türbeschläge für Haustüren vorgestellt und deren Montage erläutert. FSB präsentierte das Fingerscanverfahren.
Mehr Info:
www.berufskolleg-luedenscheid.de

