News Ausbildung
Donnerstag, 22. April 2010
Mädchenpower am Hobel
Girls' Day beim BHKH und in Berliner Tischlerei

Foto: BHKH
Die Schulabgängerzahlen gehen in den nächsten Jahren massiv zurück. Für das Handwerk bedeutet das: weniger Lehrstellenbewerber, drohender Facharbeitermangel. Um den Beruf Tischlerin/Schreinerin der Zielgruppe Mädchen näherzubringen, beteiligt sich der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) regelmäßig am bundesweiten Girls‘ Day - in diesem Jahr am 22. April. 13 Mädchen waren zu Gast beim BHKH. Auf dem Programm stand unter anderem ein Besuch in einer Tischlerei.
»Frauen sind noch immer unterrepräsentiert im Tischler- und Schreinerhandwerk«, erläutert BHKH-Hauptgeschäftsführer Peter Schreiber. »Der Anteil der weiblichen Azubis beträgt nur rund 8,5 Prozent. Das ist unbedingt steigerungsfähig, zumal Frauen in diesem Beruf genauso erfolgreich sein können wie Männer.«
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Donnerstag, 15. April 2010
Erste Ebener Meister nach neuer Prüfungsordnung
MSE verabschiedete Kursus 49

Foto: MSE
Der Bayerische Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und stellvertretende Ministerpräsident, Martin Zeil war der Gast bei der Abschlussfeier für den Kursus 49 an der Meisterschule Ebern. Es war der erste Kursus, der nach der neuen Meisterprüfungsordnung abschloss. Und zwar als einer der besten Kurse in der Geschichte der Meisterschule Ebern (MSE).
Rudolf Handwerker, Landrat und Stv. Vorsitzender des Zweckverbandes unterstrich den guten Ruf der MSE. Er führte ein Gutachten des Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung an, das Pluspunkte wie hervorragende Ausstattung und außergewöhnlich gutes Schüler-Lehrerverhältnis bestätigt. Mehr als 1.000 Meisterschüler haben sich bisher für die Vollzeitausbildung in Ebern entschieden; die nächsten beiden Kurse ab Herbst 2010 und Frühjahr 2011 sind schon voll und es läuft bereits die Anmeldung für Herbst 2011.
Für gute Leistungen gab es für die Jungmeister besondere Auszeichnungen: Die Preise des Zweckverbandes als Abschlussbeste bekamen Alexander Schneider aus Hallstadt, Andreas Taubmann aus Velden und Tobias Vollert aus Maroldsweisach überreicht, den Sozialpreis erhielt Lars-Hendrik Hasch aus Kiel. Für die Besten im kaufmännischen Bereich übergab Vorstandssprecher Christian Senff von der Raiffeisen-Volksbank Ebern zwei Preise an Frank Schilling (Prölsdorf) und Andreas Taubmann, der Preis des Münchner Vereins in dieser Kategorie ging an Michael Schramm aus Forchheim. Im technischen Bereich hatten sich ebenfalls Andreas Taubmann, Frank Schilling und Lars-Hendrik Hasch hervorgetan. Die Preise der Firma Würth hierfür konnten sie von Thomas Lehmann entgegennehmen.
Das Foto zeigt die Absolventen des Kursus 49 mit Minister Martin Zeil (2.v.r.), Kursusleiter Alfred Neugebauer (r.) und Schulleiter Dr. Oliver Dünisch (l).
Mittwoch, 13. Januar 2010
Wie der Computertisch barrierefrei wird
Lüdenscheider Tischler-Azubis bauen Arbeitsplatz für Mitschülerin und sammeln Praxiserfahrung

Fotos: privat
Barrierefreiheit – mit diesem etwas sperrigen Begriff können die Tischler-Azubis des Berufskollegs für Technik Lüdenscheid jetzt eine ganz handfeste Erfahrung verbinden: Die Tischler des zweiten Ausbildungsjahrs planten für eine Mitschülerin - eine angehende technische Zeichnerin, die eine Gehbehinderung hat – einen Computerarbeitsplatz, an dem sie auch mit ihrem Rollstuhl zurechtkommt.
Die Tischler-Azubis trugen das Know-How zu den Themen Barrierefreiheit und Computertisch nicht nur aus Fachartikeln und Büchern zusammen, sondern gingen vor allem auf die zahlreichen Tipps ein, die ihnen die Mitschülerin, die den Tisch ja schließlich nutzen soll, geben konnte. Und nicht zuletzt wurde natürlich am Rollstuhl maßgenommen.

Nachdem sie im Unterricht Zeichnungen, Materiallisten und Arbeistablaufpläne erstellt hatten, gingen die Azubis daran, Partnerfirmen für die Umsetzung des Tisches zu gewinnen, und bekamen von der der Kammtec GmbH aus Meinzerhagen sowie von Häfele Material zur Verfügung gestellt. An den eigentlichen Bau des Tisches gingen die BKT-Schüler in ihrer Freizeit – und zwar gerne, denn Schülern wie Lehrern hat diese völlig neuen Lernerfahrung gut gefallen, wie sie berichten.
Montag, 14. Dezember 2009
Hundehütting und Schrankpunk
Tischler vs Schreiner - Wettkampf auf Schüler-VZ

Mit einer groß angelegten Nachwuchs-Kampagne wollen der BHKH und seine Landesverbände potenzielle künftige TischlerInnen und SchreinerInnen dort abholen, wo sie sich gerne aufhalten: im Internet.
Start ist Ende Februar 2010. Dann wird auf der Community-Plattform SchülerVZ der große Wettkampf Tischler gegen Schreiner ausgerufen. Je ein Tischler- und ein Schreiner-Team treten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Per Video-Clip werden die so genannten Challenges übertragen. Im Vorfeld des Wettkampfs stimmen Werbe-Spots und Plakate in den Schulen die Jugendlichen auf die Kampagne ein.
Der Wettkampf will mit Witz und Kreativität für das Handwerk werben, deswegen warten auf die Teams ungewöhnliche Aufgaben. Zum Beispiel »Schrankpunk«: Bei dieser Challenge geht es darum, aus einem alten Schrank ein abgefahrenes Schrankmobil zu bauen. Oder »Hundehütting«: Beide Teams sollen eine angemessene Behausung für First Dog Bo bauen, den Hund des US-Präsidenten Obama. Nach jeder Challenge stimmen die Nutzer von SchülerVZ ab, wer die Aufgabe besser gelöst hat.
Donnerstag, 26. November 2009
Azubis bauen höhenverstellbaren Stuhl
Lüdenscheider Berufskollegiaten in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt

Fotos: BKT Lüdenscheid
Mit einem höhenverstellbaren Stuhl haben sich jetzt die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe der Ausbildung zum Tischler des Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid auseinandergesetzt - eine komplexe Planungs- und Fertigungsaufgabe gleich zum Einstieg in ihre Berufsausbildung.
Zum Auflockern nahmen die Schüler erst einmal aneinander Maß - um die körpergerechten Abmessungen zu ermitteln. Ein angefertigtes Modell im Maßstab 1:1 half zusätzlich bei der Festlegung der Stuhlmaße. Mit den im Unterricht erstellten Fertigungszeichnungen und einer Materialliste ging es dann an den Bau Stuhls in der überbetrieblchen Ausbildungswerkstatt der Tischlerinnung. Dort erwartete Jochen Losigkeit die Auszubildenden zum dreiwöchigen Grundkurs. Der Ausbildungsmeister der Innung Lüdenscheid vermittelte den Umgang mit Handwerkzeugen und Handmaschinen.

