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Oktober 2004
Holz wirkt Krankenhausinfektionen entgegen
Studie bestätigt antibakterielle Wirkung von Kiefer

Beispiel eines Nachrüstsatzes
für Krankenhaustische
Modell L&C Arnold
Bild: wilms.de
Untersucht haben die Wissenschaftler, wie sich Kiefernholz im Vergleich zu Polyethylen- und Resopaloberflächen nach der Verschmutzung mit Keimen verhält. Werden die Flächen nicht mit Desinfektionsmittel behandelt, sind auf dem Kiefernholz deutlich weniger Keime nachweisbar als auf den Oberflächen aus Polyethylen und Resopal.
Werden die Oberflächen mit Alkohol, Buraton oder Incidin desinfiziert, gibt es auf allen getesteten Oberflächen kein nennenswertes Keimwachstum mehr. Bei einer Desinfektion mit Sirafin allerdings wachsen die Keime auf Holz stärker als auf Kunststoff.
Der Einsatz von Holz im Krankenhaus könnte also sogar Desinfektionsmittel sparen, meinen die Forscher.
Die antibakterielle Wirkung von Holz beruht offenbar auf seinen hygroskopen Eigenschaften und seiner porösen Oberfläche: Das Holz entzieht so den Keimen die Feuchtigkeit, die diese zum Leben brauchen. Die für die Untersuchung verwendeten Holzproben waren von der Firma
Wilms speziell gewaschen und getrocknet worden, um die Absorptionsfähigkeit zu verbessern und zu standardisieren. Speziell Kiefernholz, so die Forscher weiter, wirke außerdem durch Polyphenole (Tannine) antibakteriell, die zu den sekundären Extraktstoffen gehören und nur in bestimmten Holzarten zu finden seien.
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